Wir waren beim DKV-Tag 2026

50 Jahre Deutscher Karate Verband DKV

50 Jahre Deutscher Karate Verband


Der 17.05.2026 war für viele Karateka in Deutschland ein besonderer Tag. Der Deutsche Karate Verband (DKV) feierte sein 50-jähriges Jubiläum. Anlässlich dieses Jubiläums fand in Frankfurt am Main, in der Leichtathletikhalle Kalbach, ein DKV-Tag statt.


Das Who is who der deutschen Karatewelt traf sich in der Halle. Dazu gehörten unter anderem Masao Kagawa, Jürgen Kestner, Bernhard Milner, Fritz Oblinger und Efthimios Karamitsos. Dementsprechend war das Trainingsangebot äußerst umfangreich und bot für jeden Geschmack etwas.


Training mit Masao Kagawa

Den Auftakt sowie den Abschluss des Lehrgangs gestaltete Masao Kagawa. Während seiner Trainingseinheiten wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig der Einsatz der Hüfte im Karate ist.

Nach der ersten Einheit gab es mit Kagawa ein sogenanntes Mondo – einen Frage-und-Antwort-Dialog zwischen dem Sensei (Meister) und den anwesenden Karateka. Kagawa betonte, dass kontinuierliches Üben und Studieren den Weg zum Erfolg ausmachen. Er selbst habe in seinem Leben nur geschlafen und gegessen – die Zeit dazwischen habe er vollständig mit Karate ausgefüllt. Bei dieser Aussage mussten einige Karateka schmunzeln.


Selbstverteidigung mit Jürgen Kestner

Besonders interessant war die Einheit von Jürgen Kestner, der einmal mehr seine Fähigkeiten und sein Wissen im Bereich der Selbstverteidigung (SV) gegen Angriffe aus mittlerer und naher Distanz demonstrierte.

Seine Trainingseinheit war besonders gut besucht und verdeutlichte, dass Selbstverteidigung unter den Karateka einen hohen Stellenwert genießt.


Kyusho-Jitsu mit Fritz Oblinger

Eine weitere Koryphäe ist Fritz Oblinger mit seinem Kyusho-Jitsu (Kunst der Vitalpunkte) im Karate. Es macht einen großen Unterschied, ob Karatetechniken auf einen bestimmten Bereich des Körpers des Angreifers einwirken oder gezielt gegen Vitalpunkte gerichtet sind.

Unser Spartenleiter Belal Chahrour durfte diesen Unterschied auf schmerzhafte Weise am eigenen Leib erfahren. Zur Verdeutlichung schlug Oblinger Belal zunächst mit einem „normalen“ Zuki. Aufgrund seiner Körpermaße konnte dieser den Schlag gut einstecken.

Der zweite Zuki war gezielt gegen einen Vitalpunkt gerichtet und enthielt kurz vor dem Impakt eine minimale Rotation. Dieser präzise Schlag löste bei Belal einen derartigen Schmerzreiz aus, dass er zwei Schritte zurückweichen musste. Am Abend stellte Belal fest, dass der gezielt attackierte Bereich rund um den Vitalpunkt blau geworden war.

Diese Erfahrung zeigt, dass Vitalpunkte im Karate nicht unterschätzt werden sollten. Ihr Wissen und ihre Anwendung machen Shotokan-Karate noch effizienter.

Karateka von Rot-Weiß Kassel beim DV Tag 2026
Die Karateka von Rot-Weiß Kassel mit guter Laune in der großen Leichtathletikhalle Kalbach. Von links: Belal Chahrour, Volker Vogel, Kosovar Morina und Miran Sevilgen.


Teilnehmer aus Kassel (siehe Foto)

Dieser DKV-Tag war geprägt von einer großen Vielfalt an Karateka sowie vom intensiven Austausch untereinander.

Von unserer Sparte waren die Trainer Volker Vogel und Kosovar Morina, Spartenleiter Belal Chahrour sowie Schüler Miran Sevilgen anwesend.