Am Samstag, den 7. März, fand in Göttingen ein Kumite und Kihon-Lehrgang statt, der von Michael Lechte (8. Dan Karate) geleitet wurde. Ziel des Lehrgangs war es, die sogenannte Sternform des Koshinkan zu vertiefen. Diese Form unterscheidet sich vom klassischen Shotokan, denn das Kihon verläuft hier nicht nur geradlinig nach vorne und hinten, sondern auch nach links, rechts und diagonal. Diese sogenannte Sternform ermöglicht es, die Techniken in alle Richtungen zu beherrschen und bildet eine wichtige Grundlage, um sich gegen mehrere Gegner zu verteidigen.
Der Lehrgang war sehr gut besucht und Karateka aus unterschiedlichen Regionen Hessens und Niedersachsens kamen zusammen. Während des Lehrgangs stand immer wieder die Frage im Raum, welche Techniken tatsächlich effektiv sind und im Notfall in einer Selbstverteidigungssituation eingesetzt werden sollten. Michael Lechte zeigte immer wieder Techniken, die zwar ästhetisch sind, aber in ihrer Form oft ineffizient. Es ging ihm stets darum, möglichst realistische Angriffe abzuwehren und mit effektiven Techniken zu arbeiten. Lechte legt weniger Wert auf Ästhetik, sondern vor allem auf Effizienz – eine Technik muss nicht schön aussehen, sondern im Notfall wirklich wirksam sein.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Teilnehmer sehr respektvoll miteinander umgingen. Die Techniken wurden zuerst einzeln geübt, wie man es aus dem klassischen Kihon-Training kennt und dann mit einem Partner im Kumite umgesetzt. Der Lehrgang war somit nicht nur lehrreich, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung unseres Karate. Unser Spartenleiter Karate, Belal Chahrour, sowie sein Karate-Freund Paul Miller vom Uni-Sport Kassel Karate waren ebenfalls dabei.